Forschung

Die Forschung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ist auf die Bereiche orale Onkologie, Computer-assistierte Chirurgie und orofaciale Biotechnologie fokussiert. Im klinikeigenen Labor „Oral Biotechnology & Bioengineering“ wird die Regeneration von Hart- und Weichgeweben erforscht, damit Patienten die Entnahme unter anderem von Eigenknochen erspart werden kann. Aufgrund der engen Verzahnung von Klinik und Forschung sind wir in der Lage, den Erkenntnisgewinn aus der Forschung zeitnah unseren Patienten zugutekommen zu lassen.

Zukunftsperspektiven und Potential der MKG-Chirurgie
Die größten Fortschritte in den kommenden Jahren in der MKG-Chirurgie sind im rekonstruktiven Bereich zu erwarten. Hier zeichnen sich insbesondere die computerassistierte Chirurgie und das Tissue-Engineering als zwei Felder ab, die zukünftig das Erscheinungsbild der MKG-Chirurgie sowohl im medizinischen als auch im zahnmedizinischen Bereich prägen werden. So haben in den vergangenen Jahren computerassistierte Techniken bereits partiell Eingang in die klinische Versorgung gefunden und zukünftige Entwicklungen haben ein großes Potential für eine rasche Implementierung in die Klinik. Beim Tissue-Engineering wurden in den vergangenen Jahren vor allem In-vivo-Techniken unter Einbeziehung mikrochirurgischer Techniken in der Klinik eingesetzt. Für einen routinemäßigen Einsatz von In-vitro-Techniken in der Klinik bedarf es allerdings, trotz aller Euphorie im vergangenen Jahrzehnt, noch weiterer Grundlagenforschung.
Durch Zusammenführung der beiden Techniken -computerassistierte Chirurgie und Tissue-Engineering- können sowohl hinsichtlich der Form als auch des Materials biologisch adäquate, patientenindividuelle Rekonstrukte für Defekte nach Traumata, Tumoren oder aufgrund von Fehlbildungen hergestellt werden.